2026 · 6 Min.
Gelb, Weiss, Rosé oder Platin: Welches Metall passt zu euch?
Gold ist nicht gleich Gold. Hinter dem Wort stecken mindestens vier verschiedene Entscheidungen, und keine davon ist falsch – es kommt auf euch an. Hier sind die Fakten, ohne Schönfärberei.
Gelbgold ist das Klassische: warm, zeitlos, sofort erkennbar als Schmuck. Es passt besonders gut zu einem warmen Hautton, harmoniert aber mit allen Tönen. 14 Karat enthält mehr Legierungsmetall und ist etwas robuster und günstiger als 18 Karat, das einen satterer Farbton hat. Wer klassisch denkt, liegt hier selten falsch.
Weissgold wird durch Legierung mit Weissmetallen – meistens Palladium – hell gemacht und anschliessend rhodiniert. Die Rhodinierung gibt ihm diesen kalten, platinähnlichen Glanz. Wichtig zu wissen: Sie nutzt sich nach ein bis zwei Jahren ab und muss aufgefrischt werden. Das ist ein normaler Servicevorgang und bei uns kein grosser Aufwand, aber du solltest es wissen, bevor du dich entscheidest.
Rotgold, auch Roségold, hat einen rötlich-warmen Ton durch einen höheren Kupferanteil. Es liegt seit einigen Jahren im Trend, ist aber kein Modeprodukt, sondern eine alte Legierung. Es schmeichelt vielen Hauttönen und sieht an der Hand oft sanfter aus als Gelb- oder Weissgold. Allerdings: Kupfer kann bei empfindlicher Haut vereinzelt zu Reaktionen führen.
Platin ist das Beste, wenn es ums Langzeitverhalten geht. Es verändert seine Farbe nicht, braucht keine Rhodinierung und ist von Natur aus weiss. Es ist deutlich dichter als Gold, was sich im Gewicht spürbar macht – manche schätzen das, anderen ist es zu schwer. Der Preis ist höher, der Mehrwert real: Ein Platinring hält ein Leben lang seine Form, ohne nachbearbeitet zu werden. Für einen Ehering, den man täglich trägt, ist das ein Argument.
Eine kurze Notiz zu Nickel: Weissgold-Legierungen älterer Bauart enthielten manchmal Nickel, das allergische Reaktionen auslösen kann. Moderne Legierungen verwenden stattdessen Palladium. Wenn du oder dein Gegenüber empfindlich auf Metalle reagiert, sag es uns beim Gespräch – wir wählen das Material entsprechend.
Welches Metall richtig ist, entscheidet nicht die Mode. Es entscheidet der Alltag: Wird der Ring täglich getragen? Wird viel Sport gemacht? Wie sieht der Hautton aus, wie der bestehende Schmuck? Alles Fragen, die wir gemeinsam am Tisch klären – ein Espresso, zwanzig Minuten, und du weisst mehr als nach einer Stunde Online-Recherche.
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