2026 · 5 Min.
Warum ein Verlobungsring nicht zwei Monatsgehälter kosten muss.

Du hast die Regel bestimmt schon gehört: Ein Verlobungsring soll zwei Monatsgehälter kosten. Manche sagen drei, anderswo gern auch mal eines. Klingt nach altem Brauch, nach etwas, das schon immer galt. Tut es nicht.
Diese Regel ist Werbung. Sie stammt aus einer Kampagne des Diamantkonzerns De Beers, der ab den 1930er-Jahren den Verkauf ankurbeln wollte. Erst hiess es ein Monatsgehalt, dann zwei, in Japan wurden daraus drei. Keine Tradition, kein Gesetz, sondern ein Verkaufstrick, der erstaunlich gut funktioniert hat.
Das Problem daran ist nicht die Zahl, sondern der Druck. Sie macht aus einer Liebesgeste eine Rechenaufgabe und gibt dir das Gefühl, zu wenig auszugeben hiesse, zu wenig zu lieben. Das ist Unsinn, und es nützt nur dem, der den Stein verkauft.
Wir glauben an das Gegenteil. Ein gutes Budget ist das, mit dem du dich wohlfühlst, ohne in den nächsten Monaten daran zu denken. Das können CHF 2'000 sein oder CHF 10'000. Was zählt, ist nicht die Höhe, sondern dass der Ring zu eurer Geschichte und zu eurem Leben passt.
Die Person, die deinen Antrag annimmt, fragt nicht nach deinem Kontostand. Sie sagt Ja zu dir. Setz dein Geld dort ein, wo es etwas bedeutet: einen sauber geschliffenen Stein, eine Fassung, die hält, ein Gespräch, in dem du verstehst, was du kaufst. Den Rest behalt.
Wie viel ein Ring wirklich kostet und wo dein Geld am meisten wirkt, gehen wir gern mit dir durch – ehrlich, unverbindlich, bei einem Espresso.
Hast du Fragen zu deinem Ring? Sprich direkt mit uns.
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